Auf dem Weg zum klimaneutralen Betrieb der Feuerbestattung Traunstein

Wir alle tragen eine Verantwortung, den nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu hinterlassen. Diese Verantwortung endet auch nicht mit dem eigenen Tod. Deshalb haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass Verstorbene künftig auch ihren letzten Schritt bei uns nachhaltig gestalten können. Mit dem „Projekt 2023 – Klimaneutraler Betrieb der Feuerbestattung Traunstein“ streben wir danach, bei allen Prozessen in unserer Feuerbestattungsanlage in Traunstein bis 2023 Klimaneutralität zu erreichen.

Dabei verstehen wir Klimaneutralität als Verpflichtung, Prozesse tatsächlich umweltverträglich zu gestalten und nicht durch ein gekauftes Zertifikat „einfach“ herbeizuführen. Unser Projekt stützt sich auf drei Säulen:

1. Weniger Emissionen.
2. Nutzung von ausschließlich regenerativer Energie
.
3. Maximale Effizienz der verwendeten Technik.

Alle drei Säulen werden wir in den nächsten Jahren stetig optimieren, um Feuerbestattungen noch umweltverträglicher zu machen. Und damit den Verstorbenen im Sinne eines umweltbewussten Lebens die Möglichkeit zu eröffnen, selbst im letzten Schritt nachhaltig zu sein.

Der Weg in die Klimaneutralität.

Der Weg in die Klimaneutralität erfordert höchste Kompetenz in allen Bereichen. Wir arbeiten deshalb mit Experten der Umweltforschung, erfahrenen Ingenieuren und langjährigen Partnern aus dem Bestattungswesen gemeinsam daran, eine nachhaltige Feuerbestattung zu ermöglichen und so unser Ziel der Klimaneutralität bis 2023 zu erreichen.

Im Gespräch zur nachhaltigen Feuerbestattung mit Prof. Dr. Dominikus Bücker (Leiter des Instituts für nachhaltige Energieversorgung an der TH Rosenheim), Georg Hartl (Hartl Bestattungen), Ralf Hanrieder (Bestattungen Hanrieder GmbH) und Angela Imhoff (Bestattungen Imhoff):

Bücker
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Nachhaltigkeit? Für uns kein neues Thema.

In unserer nun fast 25-jährigen Tradition legen wir schon immer Wert auf Umweltverträglichkeit und nachhaltiges Handeln. Deshalb setzen wir seit der Unternehmensgründung besonderen Fokus auf die Einsparung von Energie und einen schonenden Umgang mit der Umwelt, aber auch auf die Nutzbarmachung der Energie, die bei Prozessen freigesetzt wird (Abwärme). Bei den Emissionen unterschreitet unsere Feuerbestattungsanlage bereits jetzt die gesetzlich maximal zulässigen Grenzwerte regelmäßig um durchschnittlich 90 Prozent. Das machte die Feuerbestattung Traunstein schon bei der Inbetriebnahme zu einer der umweltfreundlichsten Feuerbestattungsanlagen in ganz Europa – immer wieder bestätigt durch unabhängige Prüfinstitute.

Was ist Klimaneutralität?

Unter Klimaneutralität versteht man, dass ein Gleichgewicht zwischen verursachten Kohlenstoffemissionen und der natürlichen Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre (durch Wälder, Bäume und Ozeane) hergestellt wird. Ein Unternehmen wie die Feuerbestattung Südostbayern GmbH kann dann als klimaneutral bezeichnet werden, wenn keine klimaschädlichen Emissionen verursacht und/oder entstehende Treibhausgase durch Ausgleichsprojekte kompensiert werden.

Die Feuerbestattung Südostbayern GmbH verpflichtet sich mit ihrem „Projekt 2023“, alle Maßnahmen zu ergreifen, um Klimaneutralität ohne Ausgleichsprojekte zu realisieren.

Mit dem „Projekt 2023 – Klimaneutraler Betrieb der Feuerbestattung Traunstein“ setzen wir neue Standards und einen wichtigen und nachhaltigen Impuls für das gesamte Bestattungswesen.

Aktionsplan „Projekt 2023 – Klimaneutraler Betrieb der Feuerbestattung Traunstein“.

Im Sinne unserer Tradition als umweltbewusster Betrieb entwickeln wir unsere Prozesse stetig weiter und optimieren nachhaltig. Unser Aktionsplan bis 2023:

Betrieb energieverbrauchsarmer Anlagen
Seit ihrer Gründung arbeitet die Feuerbestattung Südostbayern GmbH in ihrer Traunsteiner Feuerbestattungsanlage mit modernster Technik, die einen energieverbrauchsarmen Betrieb ermöglicht. Um unseren Energieverbrauch stetig zu reduzieren, investieren wir kontinuierlich in Neuerungen und entwickeln unsere technischen Anlagen fortlaufend weiter. Dafür arbeiten wir mit verschiedenen Experten aus Industrie und Forschung eng zusammen.
Auf diese Weise ist der Betrieb der Feuerbestattung Traunstein seit jeher besonders emissionsarm. Mit dem Vorhaben, bis 2023 klimaneutral zu werden, setzt die Feuerbestattung Südostbayern einmal mehr ein Zeichen in ihrer Branche: Keine andere Erdgas-betriebene Anlage in Deutschland wird so energieeffizient betrieben, dass sie bis Ende 2023 klimaneutral werden kann. Und auch für die Region ist das „Projekt 2023 – Klimaneutraler Betrieb der Feuerbestattung Traunstein“ ein Projekt mit Leuchtturmwirkung: Wir unterstützen das Vorhaben der Stadt Traunstein, bis 2040 klimaneutral zu werden.
Einsatz regenerativer Energien
Seit Oktober 2021 greifen wir für unseren Betrieb ausschließlich auf regenerative Energien zurück. Dafür beziehen wir Biomethan, also Biogas aus Biogasanlagen, das zu Erdgasqualität aufbereitet wurde – und regenerativen Strom von den Stadtwerken Traunstein. Außerdem stellen wir unseren Fuhrpark sukzessive auf E-Mobilität um. Ein vollelektrischer VW ID3 steht bereits zur Verfügung. Aktuell arbeiten wir an der Konfiguration eines elektrisch betriebenen Mehrsarg-Transporters und haben gerade einen vollelektrisch betriebenen Multilader bestellt.
Installation einer Photovoltaikanlage
Auf den Dächern unseres Betriebs wird in den kommenden Monaten eine circa 50 kWp starke Photovoltaikanlage installiert. Diese Anlage wird durch einen Batteriespeicher ergänzt, um selbst erzeugte Energie auch an sonnenarmen Tagen bereitstellen zu können.
Einspeisung von überschüssigem Strom ins Stromnetz
Durch unsere Photovoltaikanlage erzeugter Strom, der unsere Speicherkapazitäten und unseren Eigenbedarf übersteigt, möchten wir bestmöglich nutzen. Deshalb soll diese überschüssige Elektrizität in Zukunft direkt in das Traunsteiner Stromnetz eingespeist werden.
Nutzung von Abwärme
Die bei der Humankremation zwangsläufig entstehende Abwärme nutzen wir zur Beheizung unserer Gebäude und des eigenen Wasserkreislaufs (ca. 28.000 kWh im Jahr). Zudem geben wir anfallende Wärmeenergie an Dritte weiter: Der Waldfriedhof Traunstein erhält jährlich ca. 40.000 kWh zur Beheizung von Aussegnungshalle, Büros und Friedhofsgärtnerei.
Kontinuierliche Umwandlung von Abwärme in Strom zur Eigen- und Fremdnutzung
Die im laufenden Betrieb darüber hinaus entstehende Abwärme wollen wir mit technischen Entwicklungen wie etwa einer ORC-Anlage (Organic Rankine Cycle) in Strom umwandeln. So kann die Abwärme, die wir nicht zu Heizzwecken nutzen, Strom für die Eigennutzung oder für die Einspeisung in das Traunsteiner Stromnetz erzeugen.

Mit modernster Technik auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die Feuerbestattung Traunstein ist mit innovativer, umweltgerechter Technologie ausgestattet, die stetig weiterentwickelt wird. Die computergesteuerte Anlage erfüllt die höchsten Anforderungen an Energieeinsparung und Umweltverträglichkeit.

Was ist eigentlich Biomethan?

Biomethan ist ein Gasgemisch, das aus der natürlichen Zersetzung von organischem Material wie Gülle oder Bioabfällen entsteht. Es besteht aus Methan, Kohlendioxid und Stickstoff, Wasser, Sauerstoff sowie Schwefelwasserstoff und wird auch als „Bioerdgas“ bezeichnet. Es ist sehr energiereich und kann beispielsweise in Wärme oder Strom umgewandelt werden.

Was nützt eine Photovoltaikanlage?

Die Solarzellen auf dem Dach der Feuerbestattung Traunstein sind zu größeren Solarmodulen verschaltet und erzeugen aus jedem Lichtstrahl Gleichstrom. Dieser Gleichstrom wird zu Wechselstrom umgewandelt, der sofort in unsere Anlagen eingespeist wird. Soweit die Statiker und der Rest der Technik es zulassen, ist jeder Platz auf unseren Dächern mit Solarmodulen ausgerüstet.

Welchen Nutzen hat Abwärme?

Die im Betrieb unserer Ofenlinien entstehende Abwärme nutzen wir zur Beheizung unserer Gebäude und des eigenen Wasserkreislaufs. Zudem geben wir Wärmeenergie an Dritte, beispielsweise den Waldfriedhof Traunstein zur Beheizung von Aussegnungshalle, Büros und Friedhofsgärtnerei, weiter.

Hand in Hand für mehr Umweltschutz.

Wir setzen auf starke Kooperationen mit Experten aus Wissenschaft, Technik und der Bestattungsbranche. So ist es möglich, umweltbewusste Mechanismen auch außerhalb der technischen Weiterentwicklung unserer Anlagen zu etablieren. Das „Projekt 2023 – Klimaneutraler Betrieb der Feuerbestattung Traunstein“ setzt als Leuchtturm-Projekt ein Zeichen für neue nachhaltige Standards in der Branche.

Wie Hinterbliebene unterstützen können.

Mit der Wahl eines Sarges aus natürlichen Rohstoffen können Hinterbliebene ihren Teil zu einer nachhaltigen Feuerbestattung beitragen. Zahlreiche Bestatter bieten für die Einäscherung Holzsärge aus nachhaltiger Forstwirtschaft an, die entgegen vieler Särge für die Erdbestattung keine umweltbelastenden Stoffe wie Leim oder Lack enthalten. Die Innenausstattung dieser Särge besteht komplett aus umweltfreundlichen Materialien, sodass bei der Feuerbestattung keine Giftstoffe entstehen.

In guten Händen.
Wir begleiten einfühlsam und professionell, gehen auf Wünsche ein und sorgen für einen würdigen Abschied.

Noch mehr Informationen.

Sie möchten noch mehr erfahren, wie Feuerbestattungsanlagen Energie effizient nutzen können? Lesen Sie die Beiträge von Dr.-Ing. Gebhart Schetter, der auch unser Projekt begleitet.
Krematorium: Umsetzung von Klimaschutzzielen Teil 1
Krematorium: Umsetzung von Klimaschutzzielen Teil 2

Wir werden klimaneutral. Mit dem „Projekt 2023 – Klimaneutraler Betrieb der Feuerbestattung Traunstein“ ermöglichen wir, dass auch der letzte Schritt eines Menschen nachhaltig gegangen werden kann. Mehr erfahren.